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Anlässlich des Tags gegen Homophobie und Transphobie (IDAHO) am morgigen 17. Mai erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar:

Vor 22 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Krankheiten genommen. Zwar sind seitdem viele Fortschritte erzielt worden, doch bleibt national wie international noch einiges im Kampf gegen Homo- und Transphobie zu tun.
Es ist fatal und ein falsches Zeichen, wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung die Mittel für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes kürzt Hier wird an der falschen Stelle gespart. Auch muss die Bundesregierung ihre Blockadehaltung in Europa beenden und endlich dafür sorgen, dass die Antidiskriminierungsrichtlinie auch auf andere Rechtsbereiche neben dem Arbeitsrecht ausgeweitet wird. Die Konservativen müssen endlich ihre sinnlose Blockadehaltung gegen Lesben und Schwule aufgeben.

Sowohl der US-amerikanische als auch der französische Präsident haben sich für die Öffnung der Ehe für Homosexuelle ausgesprochen. Das sind die richtigen Zeichen. Das muss auch endlich durch die Bundeskanzlerin erfolgen. Die SPD hat dies einstimmig auf ihrem letzten Parteitag beschlossen – auch das ist ein Zeichen gegen Homophobie.

Betrachtet man die internationale Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern, dann scheint ein vehementes Eintreten der Bundesregierung gegen Homo- und Transphobie mehr als geboten. In Russland wird darüber nachgedacht, das Verbot aus St. Petersburg, sich positiv in der Öffentlichkeit über Homosexualität zu äußern, auf das ganze Land auszuweiten. In vielen Staaten stehen homosexuelle Handlungen noch immer unter Verbot – und einigen gilt nach wie vor die Todesstrafe. Dies geht uns alle an. Deshalb müssen wir am heutigen Tag auf diese Zustände aufmerksam machen und Homo- und Transphobie mit allen Mitteln auf allen Ebenen bekämpfen. Wir als Schwusos und SPD nehmen unsere Verantwortung wahr!

 

 

 

 

 

 

Grußwort zum Bielefelder CSD 2012

"Liebe ohne Grenzen. Lesbisch und schwul in allen Kulturen" - das Motto des Christopher Street Days in Bielefeld lenkt in diesem Jahr die Aufmerksamkeit auf Menschen, die in unserer Gesellschaft noch immer und gleich mehrfach diskriminiert werden: Frauen und Männer mit Migrationsgeschichte, die eine andere sexuelle und geschlechtliche Identität haben. Für manche sind sie noch immer "die Ausländer". Und in ihrem eigenen Kulturkreis werden sie wegen ihres "Andersseins" mit Vorurteilen bis hin zu offener Verachtung konfrontiert.


Zu den Forderungen der Christopher Street Days gehört seit jeher, dass Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle in unserer Gesellschaft nicht länger diskriminiert werden. Das ist bis heute leider nicht überall selbstverständlich. In einem Land wie Nordrhein-Westfalen, wo Vielfalt als Bereicherung gilt, müssen wir konsequent gegen jede Form von Diskriminerung und Gewalt auch gegen sexuelle Minderheiten antreten. Die Landesregierung unterstützt mit der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben NRW e. V. und dem Schwulen Netzwerk NRW e. V. die starke Selbsthilfe hier zu Lande, fördert fünf psychosoziale Beratungsstellen für Lesben, Schwule und ihre Angehörigen, eine Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit und das Projekt Schwul-Lesbische Aufklärung - Schlau NRW. Zuletzt ist ein Projekt zur Beratung und Selbstorganisation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen mit Migrationsgeschichte auf den Weg gebracht worden. Es geschieht also eine Menge bei uns. Und das wird so bleiben.


In Bielefeld findet in diesem Jahr zum dritten Mal der CSD-Empfang im Alten Rathaus statt und der Oberbürgermeister hisst persönlich die Regenbogenflagge. Hier wird ein wichtiges und weit sichtbares Zeichen der Anerkennung für den Einsatz der CSD-Organisationen und ihre Anliegen gesetzt. Allen Aktiven und Gästen des Bielefelder Christopher Street Days wünsche ich, dass sie von diesem Tag neue Stärke und neues Selbstbewusstsein in einen Alltag mitnehmen, in dem eines Tages alle Menschen gleich welcher Herkunft und gleich welcher sexuellen Orientierung friedlich miteinander leben können.

 

 

Hannelore Kraft

 

 

 

 

 

 

Die Studie "Homosexualität und Kinderwunsch ist abgeschlossen und ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die sich daran beteiligt haben.

 

Ingesamt habe ich sehr viel Lob und Interesse in Bezug auf die Befragung erfahren und freue mich, damit ein scheinbar wichtiges Thema angesprochen zu haben.

 

Natürlich wurde ich auch auf Fehler und Verständnisschwierigkeiten hingewiesen, die ich teilweise noch umsetzen konnte, oft aber auch nicht. Dennoch sind es gute Anregungen für eventuelle Folgeprojekte.

 

Vereinzelt wurden auch heteronormative Fragestellungen kritisiert. 

Das könnte daran liegen, dass Teile des Fragebogens der bisherigen Forschung zu Familiengründung (von heterosexuellen Menschen) entnommen sind, die ich nicht umformulieren konnte um die Vergleichbarkeit nicht zu gefährden. Nun ist es möglich, die Einstellungen von heterosexuell und nicht-heterosexuell lebenden Menschen miteinander zu vergleichen, was den Nachteil von weniger Offenheit und individueller Freiheit mit sich bringt.

Eine ewige Gradwanderung...

 

 

Die genaue Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weshalb ich hier nur einen kleinen Überblick geben kann:

 

Insgesamt haben 1307 Menschen (TN) den Fragebogen bis zum Schluss ausgefüllt:

Acht davon gaben an heterosexuell zu sein. Diese Daten gehen nicht mit in die Auswertung ein.

 

Von den verbleibenden 1299 sind:

 

863 (66%) (biologische) Frauen,

416 (32%) (biologische) Männer und

2 Menschen mit uneindeutigem biologischem Geschlecht (intersexuell).

18 Personen (1%) haben keine Angabe zu ihrem Geschlecht gemacht.

 

Die folgende Tabelle stellt das Verhältnis von biologischem und sozialem Geschlecht dar.

Demzufolge ist das soziale Geschlecht bei 91% der biologischen Männer und 83% der biologischen Frauen mit dem biologischen identisch. Auffällig scheint, dass 12% der biologischen Frauen sich als queer bezeichnen, während dies nur 4% der biologischen Männer tun.

 

 

Unter der freien Antwortkategorie "anderes" wurden beispielsweise folgende Angaben gemacht (z.T. mehrfach):

„androgyn“, „burschikos“, „durchge"gender"ter Mann“, „eher weiblich“, „eher weiblich mit männlichem Anteil“, „keine Verortung in Geschlechterkategorie“, „männlich schwul“, „maskulin aber weiblich“, „Mensch“, „neutral“, „tomboy“ und „unsicher“.

 

 

 

Was die Kinder angeht, stellt sich folgendes Bild dar:

 

207 (24%) der Frauen und 44 (11%) der Männer haben mindestens ein Kind.

12 Personen erwarteten zum Zeitpunkt der Befragung ein Kind.

Im Durchschnitt sind die Befragten 32 Jahre alt, wobei die Jüngsten 16 und der Älteste 75 Jahre zählen.

Die Menschen mit Kindern sind durchschnittlich etwas älter als diejenigen ohne.

 

3/4 der Befragten leben in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, wobei die genauen Bedingungen nicht erfragt wurden.

 

80% der Befragten haben das Abitur, was weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.

 

Von den kinderlosen Befragten sind die meisten ledig (83%). Unter den Frauen mit Kindern ist die eingetragene Lebenspartnerschaft mit 65% am weitesten verbreitet. Von den Männern mit Kindern sind nur 30% verpartnert.

 

 

 

Frauen

Frauen mit Kind

Frauen ohne Kind

Männer

Männer mit Kind

Männer ohne Kind

Familien-stand

ledig

598  (70%)

58    (28%)

536 (84%)

331 (80%)

22  (51%)

308  (83%)

verheiratet

1       (<1%)

1     (<1%)

/

6      (1%)

4     (9%)

2     (<1%)

verpartnert

233 (27%)

133  (65%)

97    (15%)

70   (17%

13  (30%)

57    (15%)

geschieden

17     (2%)

12    (6%)

5      (1%)

6     (1%)

3     (7%)

3     (<1%)

verwitwet

3       (<1%)

/

3      (<1%)

1     (<1%)

1     (2%)

/

 

 

 

 

 

 

Dies ist ein kleiner Ausschnitt der Stichprobenbeschreibung.

Der nächste Schritt besteht in der Berechnung möglicher Zusammenhänge zwischen verschiedenen Angaben.

 

Über die genauen Ergebnisse werde ich Sie/Euch gern informieren, wenn es soweit ist.


 

 

 

 

 

 

Grußwort zum Bielefelder CSD 2011

Geoutet! So lautet das Motto des Christopher Street Days 2011 in Bielefeld. Manche werden fragen, ob Outing mit all seinen Folgen wirklich noch Thema ist. Schließlich gibt es doch in Ploitik, Gesellschaft und in den Medien immer mehr Frauen und Männer, von denen man "es" weiß. Auch das Kino widmet sich nicht erst seit gestern diesem Thema. War nicht der Film "The Kids Are All Right" rund um ein lesbisches Paar noch vor kurzem ein großer Kinoerfolg und für mehrere Oscars nominiert?


Tatsache aber ist: Outing ist ein brandaktuelles Thema geblieben. Über 40 Jahre nach dem ersten Christopher Street Day und trotz mancher Fortschritte haben lesbische, schwule und transidenten Menschen Tag für Tag mit alten Vorurteilen und handfesten Diskriminierungen zu kämpfen, ob im engsten Umfeld oder in aller Öffentlichkeit. Beispiele dafür gibt es genug, und jedes ist eines zu viel. Ob Jugendliche heute "schwul" als Schimpfwort missbrauchen, ob es die vielfältigen Ausgrenzungen und Benachteiligungen im beruflichen Alltag oder die sensationslüsterne Stimmungsmache mancher Medienorgane sind, wenn sich Prominente als lesbisch oder schwul outen oder geoutet werden, ob es körperliche und seelische Gewalt ist, die lesbsichen, schwulen und transiedenten Menschen angetan wird - alles zusammen macht ihnen das Leben schwer und für manche kaum erträglich.


Sich zu ihrer geschlechtlichen Orientierung zu bekennen, ist für sie oft schwer genug - "geoutet" zu werden, bedeutet zusärtlich, sich unverhofft und unfreiwillig mit einem sozialen Umfeld auseinandersetzen zu müssen, das bedeutet, das alles andere tolernat reagiert. Dies ins öffentliche Bewusstsein uzu rufen - zum Beispiel über einen Kraetivwettbewerb-, ist eine richtige und wichtige Sache. Outing muss heißen Selbstbewusst in die Öffentlichkeit zu gehen. Und genau darum geht es am 17. Juli in Bielefeld.


Sie haben uns an Ihrer Seite. Mit einem eigenen Aktionsplan will die Landesregierung in allen Lebensbereichen notwenig Veränderungsprozesse anstoßen, damit niemand wegen seiner sexuellen Orientierung Nachteile erleiden oder sich gar verstecken muss. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir nicht zuletzt die vollständige rechtliche Gleichstellung erreichen. Diesen Aktionsplan erarbeiten wir nicht vom Schreibtisch aus, sondern möglichst nah an der Wirklichkeit, nämlich gemeinsam mit Menschen, die wir unterstützen wollen und werden. Auch hier gilt: Wir machen aus Betroffenen Beteiligte. Mein Dank geht schon heute an den vielen Frauen und Männern aus der ehrenamtlichen Selbsthilfearbeit, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Danken möchte ich ebenso allen, die über ein dicht geknüpftes Netzwerk ehrenamtlich dafür sorgen, dass der Christopher Street Day bereits zum 16. Mal in Bielefeld staatfinden kann. "Geoutet" - das ist ein Thema, das in die Öffentlichkeit gehört, aber so, wie es ihm angemessen ist: nämlich aus der Sicht bereits oder noch nicht geouteter Frauen und Männer, die mehr Respekt und Akzeptanz verdienen und endlich gleiche Rechte für ein selbstbestimmtes Leben bekommen müssen. Das wird ein Stück Arbeit, aber gemeinsam werden wir es schaffen.


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Bielefelder Christopher Street Day!


Ihre


Hannelore Kraft



 

 

 Homosexualität & Kinder - ein Widerspruch?

 

Wie stehen Menschen mit gleichgeschlechtlicher Lebensweise zu Elternschaft?


Online-Befragung:  progenies.limequery.com    (Befragung läuft bis Mai 2011)

 

Hintergrund


Ob durch Adoption, Pflegschaft, Samenspende oder private Vereinbarungen - Elternschaft ist heute eine realistische Option für homosexuell lebende Menschen.


Das heißt, es müssen Entscheidungen getroffen werden - Kind: ja oder nein .... und wenn ja, mit wem, wann und wie.


Aus diesem Grund untersucht die Universität Leipzig die Einstellungen homosexuell lebender Frauen und Männer in Bezug auf das Thema "Kinder".


Die Befragung ist völlig anonym und richtet such sowohl an Personen, die sich Kinder wünschen, an solche, die keine Kinder wollen, sowie an Menschen, die bereits Kinder haben.

 

 

 

 

Motto und Termin stehen fest - fehlt nur noch ein Plakat um den Bielefelder Christopher Street Day 2011 ankündigen zu können. Aus diesem Grund ruft das Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e. V. zum Gestaltungswettbewerb auf. Gesucht werden Beiträge, die je nach eigener Interpretation das Motto des CSD 2011 wiedergeben.

 

"Die Meisten verstehen unter "Geoutet" das vollendete Coming-out von Lesben und Schwulen. Von der ersten vagen Idee lesbisch oder schwul zu sein bis zur Selbstakzeptanz und zum Outing vergehen oft mehrere Jahre, die von Einsamkeit, Abwehr und Selbstzweifeln geprägt sind. Das CSD Motto "geoutet" steht auch für die Bedrohung, gegen den eigenen Willen als lesbisch oder schwul geoutet zu werden und infolgedessen möglicherweise verspottet, gemobbt oder gar misshandelt zu werden. Das Coming-Out ist somit noch immer ein schwieriger Prozess, der Überwindung und Akzeptanz bedingt.", so Peter Struck vom CSD-Team zur Wahl des Mottos 2011.

 

Das Siegerplakat wird offizielles "Aushängeschild" des CSD Bielefeld 2011 und somit auf allen Werbemitteln der Veranstaltung im Print- und Onlinebereich präsent sein. Zudem werden alle eingereichten Gestaltungsentwürfe im Rahmen einer Ausstellung in der Kulturwoche zum CSD Bielefeld 2011 vorgestellt.

 

Unter dem Motto: "Geoutet" werden am 16. Juli 2011 wieder mehr als 600 Teilnehmer zur Demonstration erwartet. Vom Fahnehissen am Alten Rathaus durch Oberbürgermeister Pit Clausen, wird die Demo durch die Bielefelder Innenstadt bahnen und auf dem Siegfriedsplatz im Bielefelder Westen mit einem Straßenfest und bunten Bühnenprogramm ausklinen. Am Abend findet dann die CSD-Abschlußparty im Forum statt.

 

 

 

Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie

Fr, 21.01. | 16 Uhr | Hörsaal 2, Uni Bielefeld
Vortrag: Mit Vielfalt umgehen. Homosexualität und Homophobie in der Schule

Mo, 24.01. | 18-22 Uhr | Theaterlabor der FH, Kurt-Schumacher-Str. 6
(Gebäude C, Raum 136)
Workshop: Symbolische Herrschaft - die verborgene Macht

Di, 25.01. | 16 Uhr | Raum T2-133, Uni Bielefeld
Vortrag: Feminismus und antimuslimischer Rassismus

Mi, 26.01. | 18Uhr | Hörsaal 2, Uni Bielefeld
Vortrag: PorYes - feministische Pornos?

Mi, 26.01. | 20 Uhr | Frauencafé Anaconda (Raum U2-155), Uni Bielefeld
Film: Abortion Democracy & Vortrag "Gegen 1000 Kreuze"

Do, 27.01. | 18 Uhr | Bellzett e.V., Sudbrackstraße 36a
Workshop: Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen und
Möglichkeiten der Prävention
Diese Veranstaltung ist offen für Frauen, Lesben und Transgender.

Do, 27.01. | 20 Uhr | StuPa-Keller der FH, Kurt-Schumacher-Str. 6
(Gebäude D, Raum 207)
Film & Gespräch: "Jungs wie ich und du"

Fr, 28.01. | 10-16 Uhr | Frauencafé Anaconda (Raum U2-155), Uni Bielefeld
Workshop: Brüllen wie ein*e Löw*in
Workshop für Frauen/Lesben/Transgender/schüchterne Männer.

Fr, 28.01. | 16 Uhr | Hörsaal 9, Uni Bielefeld
Vortrag: Im Westen nix Neues? Die Inszenierung von Geschlecht

Fr, 28.01. | 16Uhr | Theaterlabor der FH, Kurt-Schumacher-Str. 6
(Gebäude C, Raum 136)
Workshop: Crossdressing

Fr, 28.01. | ab 23 Uhr | AudiMin, Uni Bielefeld
Gendertrouble-Party (Eintritt: 1 Euro)

 

NRW-Regierung beschließt neuen Aktionsplan gegen Homophobie

Rot-grüne Koalition bekämpft Diskriminierung mit landesweitem Vorgabeprogramm
 

Die neue rot-grüne Landesregierung will jeglicher Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transgendern konsequent begegnen. Ihr Ziel ist ein tolerantes Nordrhein-Westfalen, in dem Vielfalt selbstverständlich gelebt werden kann. Dies betonte sogar Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrer Regierungserklärung - ein bisher einmaliger Vorgang.

Über 60 Aktive aus der kommunalen schwul-lesbischen Selbsthilfe kamen am 30. Oktober zur „GAYCOM“ ins Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Frau Staatssekretärin Marlis Bredehorst stellte den von der Landesregierung geplanten Aktionsplan gegen Homophobie vor, in deren Erstellung die Aktiven in den nächsten Monaten eingebunden werden. Sie versprach, Haushaltsmittel mindestens im bisherigen Umfang zur Verfügung zu stellen. Im Übrigen plant die Landesregierung die Kommunen zukünftig stärker zu entlasten, wie sie in der Debatte vom 29. Oktober im Landtag erörterte. Anwesend waren neben Landtagsabgeordneten der Grünen und Linken auch alle MitarbeiterInnen des Referats mit dem neuen Namen: „Lebensformenpolitik, Gleichgeschlechtliche Lebensweisen“.

Das zuständige neue Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilte dazu mit: „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender begegnen noch immer Anfeindungen und Diskriminierungen, homophobe Einstellungen und Verhaltensweisen sind an der Tagesordnung. Die rot-grüne Landesregierung tritt deshalb für ein gesellschaftliches Klima ein, in dem Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können“, betonte Emanzipationsministerin Barbara Steffens im Oktober anlässlich der Entscheidung des Kabinetts zur Einrichtung einer Planungsgruppe „Aktionsplan gegen Homophobie“. „In einer aufgeklärten, modernen Gesellschaft dürfen Vorurteile gegen und Benachteiligungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Transgendern keinen Platz haben“, so Ministerin Barbara Steffens.

Expertenschätzungen zufolge sind fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung lesbisch oder schwul. In Nordrhein-Westfalen wurden von 2001 bis Ende 2009 rund 9000 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen. Die Zahl der Regenbogenfamilien steigt: Rund 11.400 Kinder leben bundesweit in offen gleichgeschlechtlich lebenden Partnerschaften.

Nach einer Umfrage der Universität Bielefeld (Forschungsprojekt gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit/2008) halten dennoch 38 Prozent der Deutschen Homosexualität für unmoralisch. „Das ist ein Anstieg gegenüber den Vorjahren und Beleg dafür, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender - kurz: LSBTstärker von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind“, so die Ministerin. Dies spiegle sich beispielsweise in einer im Vergleich zu heterosexuellen Jugendlichen höheren Suizidrate bei jungen Lesben und Schwulen sowie in Gewalterfahrungen, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum wieder.

Die Landesregierung will jeglicher Diskriminierung dieser Personengruppen konsequent begegnen. Ihr Ziel ist ein tolerantes Nordrhein-Westfalen, in dem Vielfalt selbstverständlich gelebt werden kann. „Alle Ressorts sind angehalten, den Abbau von Diskriminierung und Homophobie in ihren Fach- und Haushaltsplanungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus wollen wir mit einem Aktionsplan gegen Homophobie Veränderungsprozesse in allen relevanten Bereichen anstoßen, um für mehr Verständnis und Toleranz zu sorgen“, erklärte die Ministerin. Neben breiter Aufklärung bestehe Handlungsbedarf etwa in der Aus- und Weiterbildung an Schulen, in Freizeit- und Begegnungsstätten und

bei Pflegeangeboten. Es könne zum Beispiel nicht tatenlos hingenommen werden, dass schwulendiskriminierende Schimpfworte auf Schulhöfen gängig seien. Hier gelte es, Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte und Eltern für einen respektvollen Umgang zu sensibilisieren, der Jugendlichen ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Coming-out ermögliche. Ebenso müssten ältere Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender auf Wohn- und Begegnungsmöglichkeiten treffen können, die ihrer spezifischen Lebensweise entsprechen. „Niemand soll sich in unserer Gesellschaft wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken müssen - weder in der Schule, noch am Arbeitsplatz oder beim Sport“, so die Ministerin.

Die vom Kabinett beschlossene Planungsgruppe wird im Dezember diesen Jahres erstmals tagen. Ihr sollen Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, Verbänden und Ministerien sowie weitere Expertinnen und Experten aus der Praxis angehören. Bis Ende 2011 soll der Aktionsplan gegen Homophobie erstellt und sukzessive, spätestens ab 2012, in die Praxis umgesetzt werden.

Durch das Lebenspartnerschaftsgesetz von 2001 und das nordrheinwestfälische

Anpassungsgesetz der rot-grünen Landesregierung aus

dem Jahr 2005 sowie durch verschiedene Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts habe sich die Rechtsstellung von Lesben und Schwulen bereits deutlich verbessert, betonte Ministerin Steffens. „Aber von gleicher Würde und gleichen Rechten für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Transgender sind wir noch ein ganzes Stück entfernt.“

 

 

 

Jugendfilmtage im Cinemaxx
Sexualität / Liebe / Freundschaft / HIV + AIDS


Schirmherrschaft: Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld


MAX MINSKY UND ICH Di, 30.11.2010, 10:00 Uhr

D 2007 | 99 min | 12-14 Jahre


HILFE, ICH BIN EIN JUNGE Di, 30.11.2010, 11:00 Uhr
D 2001 | 91 min | 12-14 Jahre


SAME SAME BUT DIFFERENT Mi, 01.12.2010, 10:00 Uhr
D 2009 | 106 min | ab 15 Jahre


THEMBA Mi, 01.12.2010, 11:00 Uhr
ZA, D 2010 | 106 min | ab 15 Jahren


VeranstalterInnen: AIDS-Beratungsstelle im Gesundheitsamt Bielefeld | AIDS-Hilfe Bielefeld | AIDS-Prävention der AWO | pro familia | AIDS-Beratungsstelle im Gesundheitsamt Kreis Herford| Diakonisches Werk Herford | Fachstelle für Suchtvorbeugung

 

 

 

Übernahme Schirmherrschaft Thierse bei Kirche positHIV


im Namen von Wolfgang Thierse möchte ich Euch im Vorfeld des Welt-Aids-Tages auf Kirche positHIV und auf die erste Veranstaltung im Rahmen der neuen Schirmherrschaft von Thierse aufmerksam machen. Manche von Euch wissen es bereits, andere erfahren es jetzt mit dieser Mail. Wolfgang Thierse hat sich bereit erklärt,die Schirmherrschaft der ökumenischen AIDS-Initiative Kirche positHIV zu übernehmen, nachdem die langjährige Schirmherrin Dr. Renate Laurien im März dieses Jahres verstorben war. Einige Treffen hat es schon gegeben, um die zukünftigen Aufgaben und Formen der Unterstützung zu besprechen. Anbei Zahlen, Daten, Fakten zur Übernahme der Schirmherrschaft von Wolfgang Thierse bei Kirche positHIV sowie zum anstehenden Gedenkgottesdienst mit Thierse verbunden mit der Bitte um Bekanntgabe über den Verteiler der Schwusos.


Besonders erfreulich ist, dass sich im Vorfeld der Übernahme der Schirmherrschaft in den letzten zwei Wochen schon das DeutschlandRadio, die Deutsche Welle und die Siegessäule gemeldet haben, um rechtzeitig vor dem 1. Dezember einen Beitrag oder ein Interview machen zu können.  Die Wochenzeitung "die Kirche" bringt am Sonntag, dem 28.November zum 1. Advent einen Meinungsartikel von Wolfgang Thierse zum Welt-AIDS-Tag und zum Thema Umgang mit Menschen, die von AIDS oder HIV betroffen sind.



Verbunden mit herzlichen Gruß danke ich für die Mithilfe und wünsche Euch eine weiterhin schöne und ertragreiche Woche Kristian Gaiser


Mit freundlichen Grüßen


Kristian Gaiser



Büro Wolfgang Thierse, MdB

Vizepräsident des Deutschen Bundestages

Abgeordnetenbüro, Deutscher Bundestag

 

 

 

                                                                                                     

Liebe Freunde,                                                                                                                                                                                  Herford, 31. August 2010

Liebe Freundinnen vom AK SCHWUSOS OWL,

in den letzten Tagen fanden bereits viele Gespräche mit den SCHWUSOS Dortmund und den SCHWUSOS Köln statt. Wir als OWLer, werden in Zukunft mit denen eng Zusammenarbeiten. Wie das ganz genau aussehen wird. Werden die nächsten Gespräche zeigen. Ende September wird es ein Treffen in Köln geben. Und kurz dannach dann ein Treffen mit den SCHWUSOS aus Dortmund. Wir werden euch darüber immer auf dem laufenden halten.

Es grüßt

Carsten Arndt-Mittelberg

Sprecher der Lesben und Schwule in der OWLSPD

 

 

Liebe Freunde,                                                                                                                                                                              Herford, 04. September 2010

Liebe Freundinnen vom AK SCHWUSOS OWL,

in den letzten Tagen hatten wir bereits die ersten Gespräche mit dem LSVD. Wir sind beide er Meinung, das es wieder an der Zeit wird, das es in Bielefeld einen Lesben- und Schwulenstammtisch geben solle. Dazu werden wir aber noch im Vorfeld, weitere Dinge besprechen müßen. Wir werden euch auf jeden Fall weiterhin auf den laufenden halten. Und sobald es den ersten Termin gibt - wird dieser sofort für alle Veröffentlicht werden.

Es grüßt

Carsten Arndt-Mittelberg

Sprecher der Lesben und Schwule in der OWLSPD

 

 

 

   

  

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Zum ersten mal in der Geschichte vom Bielefelder CSD, wurde die Regenbogenfahne auf der Sparrenburg gehisst

 

 

 Die Fahne ist leider falsch rum. Dazu sagte der OB

aus Bielefeld - da waren bestimmt Frauen am Werk!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule (Schwusos) in der OWLSPD  |  Info@schwusos-owl.de